U16 bis U20 musste große Personalsorgen kompensieren.

LM U20 01Die diesjährigen Landesmeisterschaften bei den U16 bis U20 Jungen standen leider unter keinem guten Stern. Natürlich war die Teilnahme bereits ein toller Erfolg, jedoch wurden die Erwartungen nicht erfüllt. Der Grund dafür waren die horrend hohen personellen Ausfälle. Aus jeweils eingeplanten 10-12 Mann starken Kadern wurden kurzfristig meist nur noch Rumpfmannschaften.

Die U16 machte am 04.02.2018 in Hademarschen den Anfang. In der Woche vor den Meisterschaften zeichnete sich fast eine kleine Katastrophe ab. Sehr viele Ausfälle brachten Trainer Timo Kubb an den Rand der Verzweiflung bzw. fast zu einer Absage. Letztendlich war es durch frische Neuzugänge doch noch möglich eine komplette Mannschaft aufs Feld stellen zu können. Dass die Ergebnisse dann natürlich nicht in die gewünschte Richtung gehen, war zu erwarten. Leider konnte kein Erfolg, nicht mal in Form von Satzgewinnen, gegen die Vertretungen vom Kieler TV, der VSG Flensburg/Adelby und dem Eckernförder MTV erzielt werden. Somit stand am Ende ein 5. Platz. Für die Neulinge ist ein solches Highlight natürlich ein eindrucksvoller Einstieg und für die übriggebliebenen Spieler ein Trost, nach einer langen Saison doch einen Saisonhöhepunkt erleben zu dürfen. Doch mit voller Mannschaftsstärke sind Erfolge natürlich schöner.

Am 17./18.02.2018 folgte dann auch gleich die U18. Hier ging die Reise bis nach Bad Segeberg. Auch hier war ein voller 12er Kader in der Planung. Am Samstag waren es dann immerhin noch 9 Spieler, die den Weg antraten. Für Sonntag sagte dann noch kurzfristig der wichtige Zuspieler ab, so dass es nun auch taktisch zu einer Herausforderung wurde. Ein weiterer Neu-Einsteiger konnte am Sonntag dann mitspielen und er hat seine Sache wirklich super gemacht. Neben den personellen Herausforderungen wurden hier spielerisch durchwachsene Leistungen gezeigt. Einige Sätze, auch gegen überlegene Mannschaften, konnten sehr gut bestritten werden, doch andererseits traten auch immer wieder Totalausfälle ein. Eine enorm hohe Eigenfehlerquote verhinderte jegliche Erfolgsaussichten und im Endergebnis stand der 6. Platz zu Buche. Hier muss weiterhin an der Konstanz und Sicherheit gearbeitet werden.

Am 24./25.02.2018 stand dann die U20 Meisterschaft in Schleswig auf dem Programm. Hier waren von Beginn an positive Erfolgsaussichten in den Köpfen. Ein recht guter Kader konnte aufgestellt werden und die Begegnungen waren nach den Vorerfahrungen durchaus machbar. Eine U20 Meisterschaft ist auch immer etwas Besonderes, denn der ältere Jahrgang bestreitet hier seine letzten Jugendspiele. Somit ist es auch für den Trainer immer eine etwas andere Situation, denn nach langer Zeit und vielen Trainingsstunden und Punktspielen werden diese Spieler in den Erwachsenenbereich entlassen. Auf der einen Seite freut man sich darauf mit einer langjährigen Mannschaft noch einmal antreten zu dürfen und andererseits ist es danach für einige zu Ende mit dem Jugendbereich. Aus dem geplanten 12er Kader wurde am Samstag jedoch leider auch wieder nichts. Neun Spieler blieben übrig und leider fehlten durchaus gewisse Leistungsträger. Am Sonntag wurde es dann nochmal richtig eng. Am Sonntag konnten gerade mal 6 Spieler plus Libero antreten. Somit war also lediglich ein letztes Aufgebot bereit. Trotz dieser erneut ernüchternden Bilanz versuchten sich die Verbliebenen teuer zu verkaufen. Leider traten auch hier immer wieder Phasen mit hohen Fehlerquoten auf, doch auch positive Sätze waren erfreulicherweise dabei. Es begann alles sogar erfolgreich. Gegen Lübeck gelang gleich der erste Satzerfolg. Die Fördestädter bekamen kaum Zugriff auf das Spiel, nur leider riss der Faden ab dem zweiten Satz völlig grundlos ab. Der Gegner zeigte sich nicht verbessert und musste kaum bis gar nichts tun für seinen Erfolg. Gegen Eutin wurden die Eigenfehler dann noch tragischer. Einen Gegner, den man mit voller Mannschaftsstärke sonst eigentlich hätte überflügeln müssen, wurde zu einem Stolperstein. Trotz der vielen eigenen Fehler wurden die Sätze „nur“ mit 19:25 und 20:25 verloren. Nach Auswertung des zweiten Satzes stand es fest. Sage und schreibe 20 von den 25 gegnerischen Punkten haben die Husumer durch direkte Fehler verursacht. Am Sonntag, mit dem letzten Aufgebot, ging es dann gegen den späteren Landesmeister vom Eckernförder MTV. Hier lief erneut nicht alles rund, aber dennoch wurde hier die beste Turnierleistung gezeigt. Mit 20:25, 19:25 und der einen oder anderen zwischenzeitlichen Führung konnten die Friesengeister das ein oder andere Fragezeichen in die Gesichter der Favoriten bringen. Das letzte Spiel der Meisterschaft ging dann erneut gegen den PSV Eutin. Zwar versuchten die Friesen eine einigermaßen brauchbare Leistung zu bieten, doch irgendwann ist dann leider auch mal die Luft raus und erneut wurde der Kürzere gezogen. Ein 6. Platz wurde hier erreicht. Sehr erfreulich war die Leistung des Liberos Hamit Hassani, der sein erstes großes Turnier gespielt und eine ansprechende Leistung gezeigt hat.

Im Großen und Ganzen war der Ablauf dieser drei Meisterschaften wirklich äußerst unglücklich. Das größte Problem waren dabei die personellen Ausfälle. Theoretisch handelt es sich hierbei um einen Saisonhöhepunkt, dem alle Beteiligten entgegenfiebern. Hierfür hat man trainiert und man möchte auch mal zeigen bzw. einen Leistungsstand erfahren, wo man im Vergleich mit anderen Mannschaften steht. Auch das Zusammentreffen mit anderen Sportlern und Trainern ist dabei eine nette Abwechslung zum Alltag. Ein Wochenende mit seinen Freunden und Teamkollegen verbringen und neue Erfahrungen sammeln. Darum geht es bei solchen Höhepunkten. Und für die Trainer ist es ja auch ein Höhepunkt. Ein ganzes Jahr wurde viel Zeit und Arbeit in das eigene Hobby investiert. Woche für Woche steht man mindestens zwei Mal in der Sporthalle und vermittelt die eigene Sportart. Es werden Vorrundenspieltage ehrenamtlich organisiert, es werden Trikots angeschafft, nachdem man eine lange Suche nach Sponsoren erfolgreich abschließen konnte. Es wurden Heimspieltage ausgerichtet, Spiele gepfiffen, hunderte Kilometer zu Auswärtsspielen gefahren, Spielpläne gedruckt und verteilt und vieles mehr, und das alles neben dem eigenen Privat- und Berufsleben. So freut man sich dann doch auch einmal auf eine solche Meisterschaft. Wenn diese dann natürlich so ernüchternd verlaufen, dann ist das natürlich äußerst schade und im Sinne Sports auch irgendwie unfair, aber als guter Trainer zieht man auch daraus wieder neue Erkenntnisse für die weitere Arbeit. Eine Erkenntnis bleibt zum Beispiel ganz weit oben stehen: Die Neu-Einsteiger, die teilweise mit nur ganz wenigen Trainingseinheiten im Vorfeld sofort mit eingesprungen sind, wenn andere gefehlt haben, haben eine tolle Leistung gezeigt und einen sehr guten Teamgeist bewiesen. Darauf lässt sich definitiv aufbauen. Es zeigt sich also, dass selbst spätere Einstiege überhaupt kein Problem sind. Alle, die sich für unseren schönen Sport interessieren, sind demnach herzlich zum Training eingeladen. Wir können nur sagen…

ERLEBE.DEN.FRIESENGEIST

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