Udo Mölck / Olaf Waterstradt wieder erfolgreich in Berlin.

02Die 4. Deutsche-Senioren-Beach-Meisterschaft (DSBM) endete für die beiden TSV-Akteure mit ausgeglichener Bilanz von 3 Siegen und 3 Niederlagen.
Eröffnet wurde das immer beliebter werdende Jahresturnier vom DVV-Beachwart Detlef Keller, der sich über das Rekordmelde-Ergebnis von insgesamt 159 Herren- und Damenteams hoch erfreut zeigte. Weniger begeistert zeigte er sich von der wechselartigen Wetterlage mit den mehrfach angekündigten Regenschauern, doch hierin lag für die sturmerprobten Friesengeister ein gewisser Vorteil.

Unbeeindruckt von dem nasskalten Wetter begannen die beiden Husumer Beach-Oldies furios. Gegen die favorisierten Spieler Franke-Noak vom WSG Potsdam-Waldstadt gelang ein unerwarteter 2:0 Auftaktsieg (15:13/15:9). Mit diesem überraschenden Erfolgserlebnis trafen sie dann auf das Erfolgs-Duo Stefan Raschke-Klaus Weckmann, das mit ihren Ranglistenpunkten auf Platz 1 gesetzt war. Obgleich beide Teams auf Augenhöhe spielten, setzten sich die mehrmaligen Deutschen Meister von Rodheim/VC Ober-Roden zunächst mit 15:10 durch. Doch im 2. Satz drehten die spielstarken Husumer das Spiel und gewannen den Satz hoch mit 15:7, konnten allerdings im Tie-Break das Niveau nicht halten und verloren mit dem gleichen Ergebnis. Dennoch war man auf Husumer Seite nicht traurig, weil man erstmalig einen Satzgewinn gegen ein überaus starkes Team verbuchen konnte.
In der darauffolgenden Begegnung mussten Udo Mölck und Olaf Waterstradt gegen das neuformierte Beach-Duo Gabriel-Fiolka/Vogt aus Berlin und Ludwigslust antreten. Während der 1. Satz überraschend und relativ klar mit 15:9 gewonnen werden konnte, musste im 2. Satz eine Energie- und nervenstarke Leistung herhalten, um mit 20:18 die Oberhand zu behalten. Nun kannte die Freude auf Seiten der Husumer Oldies kaum noch Grenzen, denn mit 2 Siegen und 1 zusätzlichen Satzgewinn hatten sie bereits mehr erreicht, als in den Jahren zuvor.
Doch die Erfolgsserie sollte auch im letzten Match des Tages nicht abreißen. Gegner war erneut ein Favoritenteam vom WSG Potsdam mit Frank Bergmann und Gerhard Beyer. Immer noch euphorisiert und nach 3 aufeinander folgenden Kämpfen gab es endlich die verdiente Spielpause, die sofort zu einem überragenden Satzgewinn (15:7) der Husumer führte. Dann aber merkte man dem ältesten Team des Turniers an, dass sie doch „Körner“ gelassen hatten. Dank ihrer Fitness und Routine sicherten sie sich dennoch den 2. Satz äußerst knapp mit 15:13 und retteten sich ins Ziel. Mit 3 unglaublichen Siegen und einer knappen Niederlage beendeten die beiden TSV-Größen einen denkwürdigen Spieltag.
Am nächsten Morgen änderte sich jedoch fast alles. Zum einen hatte es aufgehört zu regnen und zum anderen mussten Spielfelder gewechselt werden. Außerdem änderte sich der Spielmodus von der Gruppenphase zur Double-Elimination (bei 2 aufeinander folgenden Niederlagen = Turnieraus!).
Erster Husumer Gegner waren die Magdeburger Hermann Rethfeld und Johannes Richter, die am Vortag souverän ihre Gruppe gewonnen hatten. Nach anfänglichen Abtasten setzten sich die beiden Ostdeutschen relativ schnell ab und sicherten sich den 1. Satz deutlich mit 15:7. Danach bäumten sich Mölck und Waterstradt auf, kämpften verbissen, aber vergebens gegen die späteren Deutschen Meister und verloren 12:15.
Die Niederlage respektierend hofften sie dann auf das nächste Match. Kontrahenten waren wieder das Team Ingo Gabriel-Fiolka/Heiko Vogt, welches am Vortag in der Gruppenphase gegen die „Nordlichter“ verloren hatte.
Ungewohnt nervös und zerfahren startete der TSV Husum und lag daher schnell zurück. Weder eine Auszeit noch taktische Änderungen konnten den Satzverlust verhindern. Geschockt, aber nicht demoralisiert, kämpfte er sich im 2. Satz bis auf 7:8 und 12:14 heran, um dennoch mit 12:15 zu verlieren. Damit war das Double-Out besiegelt und eine bessere Platzierung nicht mehr möglich.
Ungeachtet dessen waren sich beide Beach-Oldies aus Husum einig darüber, dass sie ein starkes Turnier gespielt und alles gegeben hatten. Berlin ist für sie mehr als nur eine Reise wert.
Deutscher Meister der Altersklasse Ü65 wurde, wie bereits erwähnt, das Team Rethfeld/Richter aus Magedeburg vor der Mannschaft Risto/Schirmbacher von VSG Bestensee bzw. SV Berlin-Buch.

Auch wenn Mölck/Waterstradt zu den ältesten Athleten in ihrer Altlersklasse gehören (Olaf Waterstradt ist 74 Jahre alt), so kann man bei Weitem nicht vom alten Eisen sprechen. In dieser Altersklasse auf dem Niveau einer Deutschen Meisterschaft mit einem 7. Platz zurückzukommen, ist schon mit Hochachtung zu begegnen.

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Bild 01: Urkunde
Bild 02: Die Deutschen Meister Hermann Rethfeld & Johannes Richter mit Olaf Waterstradt & Udo Mölck
Bild 03: Mölck / Waterstradt mit Voigt / Gabriel-Fiolka
Bild 04: Nach einem erfolgreichen Tag...

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