Am zweiten Spieltag ging es für die Schützlinge von Trainer Leo Holtmann nach Kiel. Im ersten Spiel traf man auf den Absteiger aus der Landesliga, den Suchsdorfer SV. Die hatten der VTG Kieholm-Scheersberg beim 3:0 deutlich die Grenzen aufgezeigt. Wie würden die Jungfriesen wohl mit der geballten Erfahrung der Suchsdorfer klarkommen?

Auch wenn am Ende erneut ein 0:3 (-14, -19, .9) zu Buche stand, gilt festzuhalten: Die "Jungfriesen konnten zwei Sätze lang mithalten". Zu Spielbeginn lag man bis zum 7:5 sogar in Front, bevor eine erste Durststrecke in der Annahme den Gegner auf 12:7 davon eilen ließ. Das ist noch eines der Problemfelder, die es weiter zu beackern gilt. Die Anpassungsfähigkeit in der Annahme! Noch fehlt den Jungs das Vermögen, sich auf unterschiedliche Aufschlagvarianten einzustellen. Das kostet im Moment viele einfache Punkte. Trotzdem war insbesondere im zweiten Satz gegen Suchsdorf eine Leistungssteigerung erkennbar. Es gelang hier schon oftmals, Punkte mit eigenem Angriff zu erzielen. Auch wurde das Blockspiel zusehends besser.

Die rote Laterne hat erwartungsgemäß unsere 2. Herren in der Bezirksliga Herren übernommen. Zum Auftakt bei den Erwachsenen spielten unsere U16 Jungs zweimal 0:3 gegen Rangenberg 2 und den SV Adelby. In beiden Spielen war weniger der Gegner als die Netzhöhe 243cm das Hindernis zum besseren Abschneiden. Die Art und Weise des Auftritts der Jungspunde hat selbst den erfahrenen Adelbyer einige lobende Worte entlocken können. Ein prima Auftritt unserer Nachwuchsschmetterer.

Die 1. Herren verlor ihr letztes Spiel der Saison ganz knapp mit 2:3 (20:25, 26:24, 23:25, 25:23, 12:15) bei der TG Rangenberg und verpasste damit die letzte Minichance auf einen direkten Verbleib in der Verbandsliga. Dafür hätte es drei Punkte gebraucht.

Mit der Niederlage in Lübeck riss auch die Siegesserie der Husumer, die aber zum Abschluss die beste Saisonleistung zeigten. Bei den beiden Siegen gegen Eckernförde und Strande zuvor hatte es deutlich weniger Gegenwehr gegeben. Dieses Mal kämpften sich die Friesen Dynamites gegen einen Gegner auf Augenhöhe durch fünf Sätze. "Wir haben uns deutlich entwickelt, das haben auch unsere letzten Gegner anerkannt", freute sich Trainer Oliver Wagner trotz des vom Ergebnis her enttäuschenden Abschlusses der Spielzeit. "Ich bin stolz auf diese Mannschaft, die unter ganz schwierigen Bedingungen gestartet ist und nie den Willen und die Bereitschaft zum harten Arbeiten verloren hat."

Sowohl die Herren als auch die Damen hatten noch viel vor an diesem Tag. Die Herren brauchten weitere Punkte im Abstiegskampf und reisten zum SC Strande. Sie hatten zum ersten Mal 12 Spieler an Bord. Selten zur Verfügung stehende Spieler, wie Malte Jürs, Jan Ole Hussels oder Jeppe Mölck, konnten mit von der Partie sein. Während sie noch zunächst ein Spiel pfeifen mussten, erreichte sie die frohe Botschaft, dass die Damen den Tabellenführer 3:0 geschlagen hatten. Welch ein toller Erfolg?! Die Herren zeigten ebenfalls ein gutes Spiel und gewannen 3:1. Drei weitere Punkte gegen den Abstieg. Der Jubel war riesig! Doch es dauerte nicht lange, da kam die Nachricht, dass Konkurrent Wilster gegen Neumünster gewonnen hatte. Es wurde spontan still. Aus dem gefeierten abgegebenen letzten Tabellenplatz wurde schnell wieder die rote Laterne. Es hätte mit einem weiteren Sieg am letzten Spieltag gar der drittletzte und damit sichere Tabellenplatz werden können. Nun müssen drei Punkte her, um den vorletzten und wohl auch sicheren Platz zu erreichen.

Am Samstag, den 01.03.2014, reisten die Friesen Dynamites zu ihrem drittletzten Spiel in dieser mehr als frustrierenden Saison. Zu oft hatten sie nach ihrem personellen Aderlass zu Beginn dieser Spielzeit gut mitgespielt, aber dennoch knapp den Kürzeren gezogen.

Einige starke Spieler hatten das Team aus beruflichen Gründen verlassen und diverse Versuche, talentierte Spieler zu gewinnen, schlugen fehl. Somit mussten mehrere Spieler aus der zweiten Mannschaft herangezogen werden, die innerhalb einer Saisonvorbereitung für die Verbandsliga fit gemacht werden mussten. Sie haben sich zweifelsohne gesteigert, doch die Luft in der Verbandsliga ist eine andere. Dann kam noch hinzu, dass mit Tove Jannsen und Christian Jessen zwei etablierte Husumer Urgesteine zu Langzeitverletzten wurden. Personelle Abgänge müssen jedes Jahr hingenommen werden. Da fehlt den Husumern einfach eine starke Region. Schaut man sich höher spielende Vereine einmal an, dann sieht man, wo die jungen Spieler abbleiben. Einerseits irgendwie gemein, weil die hoch spielenden Vereine keine Nachwuchsarbeit betreiben müssen, andererseits muss man sich damit abfinden. Aber es warten sicherlich auch schon die nächsten Jugendspieler auf ihre Einsätze bei den Husumer Herren. Sie haben in den letzten Jahren die gute Ausbildung und das Engagement des TSV Husum erhalten und können somit ebenfalls bald bei den Erwachsenen durchstarten. Die Zuschauer dürfen sich dann sicherlich auf die nächsten Talente, die in den vergangenen Jahren Landesmeistertitel und weitere Erfolge gefeiert haben, freuen.