Sowohl die Herren als auch die Damen hatten noch viel vor an diesem Tag. Die Herren brauchten weitere Punkte im Abstiegskampf und reisten zum SC Strande. Sie hatten zum ersten Mal 12 Spieler an Bord. Selten zur Verfügung stehende Spieler, wie Malte Jürs, Jan Ole Hussels oder Jeppe Mölck, konnten mit von der Partie sein. Während sie noch zunächst ein Spiel pfeifen mussten, erreichte sie die frohe Botschaft, dass die Damen den Tabellenführer 3:0 geschlagen hatten. Welch ein toller Erfolg?! Die Herren zeigten ebenfalls ein gutes Spiel und gewannen 3:1. Drei weitere Punkte gegen den Abstieg. Der Jubel war riesig! Doch es dauerte nicht lange, da kam die Nachricht, dass Konkurrent Wilster gegen Neumünster gewonnen hatte. Es wurde spontan still. Aus dem gefeierten abgegebenen letzten Tabellenplatz wurde schnell wieder die rote Laterne. Es hätte mit einem weiteren Sieg am letzten Spieltag gar der drittletzte und damit sichere Tabellenplatz werden können. Nun müssen drei Punkte her, um den vorletzten und wohl auch sicheren Platz zu erreichen.

 

Bei den Damen kam es noch dicker und da fragt man sich, was der Volleyballgott an diesem Tag gegen die Friesengeister hatte? Der Gedanke an den Aufstieg war zwar schon sehr klein geworden, weil die eine oder andere Niederlage zu viel kassiert wurde. Nichts desto trotz war es noch möglich mit einem Sieg gegen den Tabellenführer vom Kieler TV und gegen die Landesauswahl. Zudem musste der TSB Flensburg Punkte liegen lassen.

Der KTV konnte tatsächlich mit 3:0 souverän geschlagen werden, doch gegen die Landesauswahl war plotzlich der Wurm drin. Aushilfstrainer Tove Jannsen, der im zweiten Spiel für den Trainer Helge Jürs einsprang, der nach dem Spiel gegen den KTV zu den Herren gefahren war, versuchte auch den Spielerinnen aus der zweiten Reihe eine Chance zu geben.

Leider stellte sich auf einmal eine starke Unsicherheit im gesamten Team ein, was am Ende zu einem 1:3 führte. Aus dem vorherigen sensationellen Jubel wurde auch hier mit einem Schlag Stille. Aber letztendlich war auch nicht davon auszugehen, dass der TSB am letzten Spieltag noch Punkte verliert. Somit hätte ein Sieg hier nicht ausgereicht. Am Abend folgte dann die riesen Enttäuschung. Flensburg hatte 2:3 verloren. Nun war die Enttäuschung perfekt. Das wäre der verdiente Aufstieg in die Landesliga gewesen. Ein Erfolg, wie er seit über 20 Jahren bei den Friesengeistern nicht mehr vorgekommen ist.

Aber, was soll man sagen? Der Volleyballgott war an diesem Tag leider kein Husumer. Und auch wenn man sich fragt, was man bloß jemandem getan hat, dass man so bestraft wird, so geht es auch weiter. Momentan haben leider andere mehr Glück als wir. Wir müssen zusammenstehen und weitermachen! Und wenn mal jemand eine unserer Damen trifft, dann klopft ihr ruhig mal auf die Schulter. Es tut ihnen bestimmt gut und alles in allem war es eine starke Saison, die mit einer höheren Konstanz gar nicht in dieser Situation geendet hätte. Die Ladies haben tolles Potenzial, womit ein neuer Anlauf zu einem tollen Ergebnis führen kann. Kopf hoch und zusammenstehen...!

Nun wollen wir unseren Männern noch alle Daumen drücken für einen erfolgreichen Abstiegskampf. Friesengeist...!!!

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